Halsbänder - richtig messen

Halsbänder – Richtig messen

 

Es gibt eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an Hundehalsbändern. Beschäftigen wir uns als erstes mit dem Standardhalsband.

 

Das Standardhalsband:

Egal welches Material Sie bevorzugen sollten Sie bei der Größenwahl ein paar grundlegende Dinge beachten. Die meisten Halsbänder sind verstellbar. Ich empfehle meinen Kunden meist eine Größe zu wählen die im mittleren Loch passt. So hat man alle Möglichkeiten offen und kann das Halsband bei Bedarf weiter oder enger stellen. Das mittlere Loch sollte der Halsumfang + 2 Fingerbreit sein. So liegt es nicht zu eng an, aber der Hund kann auch den Kopf nicht heraus ziehen beim Gassi gehen. Des weiteren sollte man darauf achten dass das Halsband gepolstert ist. So beschädigt das Halsband nicht das Hundefell und Sie können Ihrem Hund das Halsband auch über Nacht an lassen. Sollten Sie ein nicht gefüttertes Halsband wählen, empfehle ich das Halsband nach dem Gassi und über Nacht auszuziehen. Ist das Fell am Hals erst einmal geschädigt, dauert es einige Zeit bis es sich wieder erholt. Besonders empfindliche Hunde, oder Hunde mit sehr dünnem Fell, bzw Nackthunde, sollten zusätzlich auch noch die Schließe unterfüttert bekommen. So kann nichts an der empfindlichen Haut reiben.

Als Richtlinie für alle Standardhalsbänder kann man sagen: 2 Halswirbel des Hundes sollten bedeckt sein vom Halsband.

 

Das Würge-, oder Zugstophalsband

Die meisten Würge-, bzw Zugstophalsbänder können nicht geöffnet werden, deswegen müssen Sie nicht den Halsumfang, sondern den Kopfumfang des Hundes messen. Auch hier sollten 2 Finger noch mit in das Halsband passen. Ansonsten reiben Sie den Hund immer an den Ohren beim an und ausziehen. Zu weit sollte das Halsband jedoch auch nicht gekauft werden, ansonsten ist die Gefahr groß dass der Hund es beim ohne Leine laufen verliert. Auch hier gilt wieder: gepolstert ist besser. Zugstophalsbänder gibt es sowohl mit einem kurzen Stück Kette, oder klassisch mit 2 Ringen die übereinander hängen. Solche Schlupfhalsbänder sind sehr praktisch, sollten jedoch wenn sie als Zugstophalsband gekauft wurden auch als solches verwendet werden. Hängen Sie die Leine in den falschen Ring, so dass sich das Halsband nicht verkleinern kann, schlüpft Ihnen der Hund relativ schnell heraus. Wir haben ein doppelt verstellbares Lederzugstophalsband im Programm. Sie können sowohl die Halsweite einstellen als auch den Zugstop verstellen. Zudem sind die Halsbänder gepolstert.

 

Windhundhalsband

Für Windhunde gibt es spezielle, breite, weich gepolsterte Halsbänder. Diese finden Sie sowohl als Zugstophalsband, als auch als Standardhalsband. In unserer Produktlinie sind alle Windhundhalsbänder nicht nur gepolstert, sondern besitzen im Inneren auch noch eine weiche Schaumstoffschicht. Des weiteren können Sie sich zwischen mehreren Breiten entscheiden.

 

Tourengeschirre - richtig messen

Hundegeschirre (Tourengeschirre) – So messen Sie richtig:

Es gibt viele verschiedene Arten von Hundegeschirren und jedes Hundegeschirr sollte gut sitzen. Werden Geschirre zu klein gekauft, zwickt das Geschirr häufig oder der Hund scheuert sich auf. Kauft man das Geschirr hingegen zu groß, kann es ebenfalls reiben. Die größte Wahrscheinlichkeit ist jedoch, dass der Hund einfach heraus schlüpft, weil er die Vorderläufe aus dem Brustgurt ziehen kann.

 

Auf den Hals kommt es an: (Blau)

Geschirre sollten einfach zum an- und ausziehen sein. Wählen Sie den Halsausschnitt so groß, dass Sie das Geschirr leicht über den Hundekopf ziehen können. Dabei sollten die Ohren leicht mit durch die Halsöffnung passen. An den Ohren sind Hunde besonders empfindlich und wollen nicht ständig daran gezogen werden. Gleichzeitig sollte der Halsgurt aber auch nicht über das Schultergelenk rutschen können. Mit Halsumfang + 15cm kommt man bei den meisten Hunden nahe an ein Idealmaß.

 

Der Brustgurt: (Orange)

Soll das Geschirr einen Brustgurt besitzen, messen Sie vom Brustbein aus bis zum 2. Rippenbogen. Wird der Brustgurt zu kurz gewählt, kann das Geschirr unter der Achsel kneifen. Hier haben Hunde kein dickes Fell und scheuern sich leicht auf. Achten Sie auch auf einen breiten, gepolsterten Brustgurt. Möchten Sie das Geschirr zum Sport mit dem Hund einsetzen, kommt es auf diesen Gurt besonders an. Er verteilt die Zugbelastung auf den gesamten Brustkorb.

Der Rücken: (Gelb)

 

Messen Sie ab dem letzten Halswirbel bis zum Ende der Schulterblätter. Auch auf den Rückengurt kommt es bei vielen Geschirren an. Ist der Gurt zu kurz, kann sich der Bauchgurt wieder bis zur Achsel vorschieben und so Scheuerstellen hervorrufen. Wichtig ist auch ein Geschirr zu finden, welches den Leinenring unterpolstert hat. Gerade beim Sport kommt dieser Ring in Bewegung und kann dann auf die Wirbelsäule klopfen. Dies ist nicht nur unangenehm für den Hund, sondern kann ihn auch ablenken, was es Ihnen schwerer macht ihn zu steuern.

Der Bauch: (Rot)

 

Am besten sind Geschirre, die auch einen gepolsterten Bauchgurt aufweisen. Kaufen Sie das Geschirr so, dass Sie den Bauchgurt noch größer oder auch kleiner einstellen können. Auch Hunde nehmen im Laufe ihres Lebens zu und ab. Der Bauchgurt sollte am Hundebauch anliegen, aber nicht zu stramm angezogen werden. Wenn Sie ihre Hände rechts und links noch unterbringen, haben Sie eine gute Einstellung gefunden.